Forschungsprofil

Die Forschungsschwerpunkte am Lehrstuhl für Anglistische Linguistik liegen in fünf Bereichen: 

  • Spracherwerb und Mehrsprachigkeit,
  • Psycholinguistik
  • Sprachstandsdiagnostik und -Testung
  • Sprachwissenschaftliche Begleitung und Evaluation von Bildungsprojekten
  • Unternehmenskommunikation

Forschungsbereiche 

Auf Grundlage linguistischer Theorien erforschen wir den monolingualen und bilingualen Erstspracherwerb des Englischen und Deutschen unter unterschiedlichen psychosozialen Bedingungen. Mehrere der aktuellen Forschungsprojekte untersuchen insbesondere den frühen Fremd- und Zweitspracherwerb. In der Mehrsprachigkeitsforschung untersuchen wir die Systematik von Sprachkontaktphänomenen. Die kognitive Repräsentation und Verarbeitung mono- oder bilingualen Sprechern bilden den Kern unserer psycholinguistischen Forschung. Eng verwandt mit der psycholinguistischen Grundlagenforschung sind die methodischen und angewandten Forschungsfragen und –aufgaben im Bereich der Sprachstandsdiagnostik und Sprachtestentwicklung. Auf Grundlage unserer Forschung in der Spracherwerbs- und Mehrsprachigkeitsforschung entwickeln und normieren wir Sprachtests deren Ergebnisse z.B. zur Diagnose von Sprachförderbedarf in der Zweitsprache beitragen oder Bildungsentscheidungen unterstützen.
Die interdisziplinären linguistischen Forschungsaktivitäten in den Bereichen Sprachkontakt, Mehrsprachigkeit und Spracherwerb bieten die Grundlage für unser Angebot der unabhängige wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation gemeinnütziger und kommerzieller Projekte im Bereich sprachlicher Bildung und Sprachförderung an.

Methodische Schwerpunkte 

Wir verfolgen den Ansatz, qualitative und quantitative Forschung sinnvoll zu verbinden. Sowohl in unserer Grundlagen- als auch der anwendungsorientierten Forschung nutzen wir experimentelle psycholinguistische Methoden für quantitative Querschnittsstudien und quantitative wie qualitative Längsschnittsstudien. Der Lehrstuhl verfügt über ein Experimentallabor mit vier Computerplätzen für Reaktionszeitexperimente und Lernstudien sowie über zwei Eyetracker zur Blickbewegungsmessung. Zur Erfassung und Auswertung von Spontansprachdaten haben wir ein spezielles Datenbankprogramm entwickelt (DAT). Die Analyse der Daten großer Grundgesamtheiten erlaubt zuverlässige und valide Schlüsse für Evaluationsstudien und für die Forschung zu Sprachtests.

 

Verbindung von Forschung und Lehre

Es ist uns ein zentrales Anliegen, Forschung und Lehre gewinnbringend zu verbinden. In unseren Seminaren binden wir auf allen Ausbildungsstufen aktuelle Forschungsdaten ein. In Team- und Einzelprojekten betreiben Studierende unter Anleitung kleinere Forschungstudien, in denen sie z.B. Spracherwerbsverläufe von Migrantenkinder dokumentieren und auswerten, Codeswitchingdaten analysieren oder Sprachverarbeitungsexperimente in unserem Labor durchführen. Zudem arbeiten insgesamt etwa 80 Studierende als wissenschaftliche Hilfskräfte in unseren Forschungsprojekten oder in den Sprachförderprojekten aktiv mit.
Die Struktur des ab 2009 angebotenen fachübergreifenden Masterstudiengangs „Sprache und Kommunikation" ist auf unsere etablierten Forschungsschwerpunkte hin ausgerichtet, um Master- und Promotionsstudium entsprechend des spezifischen Profils der Mannheimer Geisteswissenschaften noch stärker zu vernetzen.


 
 
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