MEG-SKoRe – Sprachliche und kognitive Ressourcen der Mehrsprachigkeit
im Englischerwerb in der Grundschule

Leitung:

Prof. Dr. Holger Hopp
Dr. Dieter Thoma

Prof. Dr. Rosemarie Tracy

 

 

 


 


Wiss. MitarbeiterInnen: 
Teresa Kieseier, M.A.

Markus Vogelbacher

 

Mitarbeiterin:

Barbara Pietrucha, M.A.

 

Ehemalige MitarbeiterInnen:

Sara Köser, Dipl.-Psych.

 

 

  Studentische Hilfskräfte:
  Anna-Lisa Deichert
  Melanie Lenz
  Marko Mijatovic
  Jenny Schreyer
  Alexandra Tovote

Projektpartner: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Forschungsinitiative Sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit (KoMBi), Förderkennzeichen 01JM1401

 

 

Kurzbeschreibung

Das Vorhaben untersucht die Frage, ob mehrsprachig aufwachsende SchülerInnen mit Deutsch als Zweitsprache im frühen Tertiärspracherwerb des Englischen in der Grundschule gegenüber monolingual aufgewachsenen Kindern unterschiedliche Erwerbsbedingungen und -verläufe zeigen. Im Besonderen wird untersucht, ob frühe Mehrsprachigkeit einen allgemeinen (kognitiven) Vorteil im Englischerwerb in der Primarstufe mit sich bringt, oder ob spezifische sprachliche Strukturen und Eigenschaften der Erst- bzw. der Zweitsprache einen Transfereinfluss auf den Erwerb der Drittsprache Englisch haben.

Ziele

Ziel des Projekts ist es, Ressourcen der Mehrsprachigkeit zu identifizieren und zu quantifizieren, die einen erfolgreichen frühen Drittspracherwerb ermöglichen. Hierbei handelt es sich um sprachspezifische Eigenschaften der Erstsprachen, metasprachliches Bewusstsein aber auch kognitive Leistungsfähigkeit und familiäre Hintergrundbedingungen. Die Ressourcen sollen so konkret ermittelt werden, dass sie zum einen in spezifischen Elementen des Fremdsprachenunterrichts in der Primarstufe angesprochen werden können aber zum anderen auch allgemeiner die Potentiale mehrsprachiger Schüler im Englischunterricht unterstreichen. Die erwarteten Ergebnisse sind in mehreren Kontexten relevant: in der Forschung zum Tertiärspracherwerb und zur Interaktion von Kognition und Sprache, in der Fremdsprachen- und Mehrsprachigkeitsdidaktik, die sowohl das Potenzial bereits vorhandener Sprachkenntnisse als auch die Sprachlernerfahrungen von SchülerInnen nutzt, und in der Unterrichtspraxis, für die Empfehlungen gegeben werden, welche didaktischen Synergieeffekte sich aus einer Berücksichtigung von Herkunftssprachen ergeben können.

Hypothesen/ Forschungsfragen

Forschungsfragen:

  • Wie wirken sich spezifische Eigenschaften von Erstsprachen im frühen Englischerwerb aus?
  • Verfügen mehrsprachige SchülerInnen über größeres metasprachliches Wissen und/oder metasprachliche Kompetenzen?
  • Welchen Einfluss haben kognitive Parameter wie exekutive Kontrolle, Intelligenz und Arbeitsgedächtnis?
  • Welchen Einfluss haben familiäre Hintergrundbedingungen?
  • Welchen Einfluss hat die Beschaffenheit des Unterrichts?

 

Design und Methoden

Eine Stichprobe von ca. 200 Schülern mit Deutsch als Erst- oder Zweitsprache wird zum Ende der dritten und vierten Grundschulklasse getestet. Vor dem ersten Testzeitpunkt werden familien- und sprachbiographiebezogene Daten erhoben. Die Testungen umfassen neben kognitiven Tests (phonologisches Arbeitsgedächtnis, Simon Test) auch etablierte allgemeine Sprachstandstests (TROG-2).

Vor allem werden aber sprachspezifische, speziell entwickelte Testverfahren eingesetzt, die die Verbindung von Daten aus mehreren Sprachen ermöglichen (Reproduktions- und Produktionsaufgaben zu Wortstellung, Verbanhebung, Subjektrealisierung, Artikelgebrauch). Diese Daten werden ergänzt durch die Erfassung der metasprachlichen Bewusstheit (Interview, spezifische Aufgaben wie letter fluency).

 

 


 
 
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