Implementierung von ‚Sprache macht stark!' in ausgewählten Kindertageseinrichtungen im Auftrag der Baden-Württemberg Stiftung

Das Projekt ist abgeschlossen.

 

Projektpartner

Baden-Württemberg Stiftung
Stadt Mannheim 
und weitere Träger von Kindertageseinrichtungen in der Region

 


 

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Die Baden-Württemberg Stiftung hat das Projekt „Sprachliche Bildung für Kleinkinder" initiiert. Ziel ist es, die Handlungskompetenz von Erzieherinnen bei ihrer sprachpädagogischen Arbeit mit Kleinkindern zu stärken. Im Auftrag der Baden-Württemberg Stiftung führt die Universität Mannheim ihr Modell „Sprache macht stark!" als Teilprojekt in ausgewählten Einrichtungen in Mannheim und Stuttgart durch.

Sprache macht stark! ist ein Sprachförderkonzept für Zwei- bis Vierjährige, das die Kinder beim Übergang von der Familie in die Kindertagesstätte begleitet. Zielgruppe sind Kinder mit Migrationshintergrund und/oder aus sozial- und bildungsbenachteiligten Familien, die durch das Projekt beim Erwerb der deutschen Sprache unterstützt werden.

Das Sprachförderkonzept Sprache macht stark! ist auf die gesamte Kita ausgerichtet und bezieht sowohl Eltern als auch alle pädagogischen Fachkräfte der Kindertagesstätten ein. Sprache macht stark! wendet sich in erster Linie an Kindertagesstätten, die einen überdurchschnittlich hohen Bedarf an sprachlicher Förderung aufweisen.

Das Konzept von Sprache macht stark! ist in enger Zusammenarbeit zwischen der Universität Mannheim und der Stadt Ludwigshafen erarbeitet worden. Im Rahmen der Offensive Bildung wurde es in Ludwigshafener Kindertagesstätten erprobt. Sprachförderung findet in Kleingruppen, im pädagogischen Alltag und in Eltern-Kind-Gruppen statt. Somit werden alle relevanten Interaktionspartner der Kinder mit einbezogen.

Ein Eckpfeiler des Konzeptes ist die auf sprachwissenschaftlicher Basis beruhende intensive Sprachförderung in Kleingruppen von vier Kindern. Diese wird von zwei oder drei pädagogischen Fachkräften je Kita umgesetzt. Die Förderung bezieht sich auf den Wortschatz der Kinder und ist in alltagsrelevante Themenfelder gegliedert. Der sprachliche Input wird dreimal in der Woche je eine Stunde in abwechslungsreichen und altersgerechten Aktivitäten angeboten.

Die Themenfelder der Kleingruppen werden im pädagogischen Alltag aufgegriffen. Alle Kita-Fachkräfte achten bewusst auf ihr Sprachverhalten und versprachlichen gemeinsame Handlungen, wie z. B. An- und Ausziehen, Vorbereitung des Frühstücks sowie Tätigkeiten im gestalterisch-kreativen Bereich.

Diese intensive Einbindung der Eltern erleichtert den Kindern den Übergang in die Kita und bildet die Grundlage für das Entstehen einer Erziehungspartnerschaft. Die Eltern erfahren, wie sie ihre Kinder beim Zweitsprach- erwerb unterstützen und den Erstspracherwerb in Gang halten können. So können sie eine bessere Grundlage für den weiteren Bildungsweg ihres Kindes schaffen.

In jeder Kita werden zwei bis drei Fachkräfte zu Sprachförderkräften ausgebildet. Die Qualifizierung umfasst Schulungen, kontinuierliche fachliche Begleitung, Praxiscoaching und die Vorbereitung auf ihre Rolle als Multiplikatorinnen im Team. Darüber hinaus werden alle Kita-Fachkräfte geschult, um den Kindern in Gesprächen und Spielsituationen im pädagogischen Alltag den für den Spracherwerb notwendigen Input anbieten zu können. Im Kindergartenjahr 2009/2010 beteiligen sich neun ausgewählte Kindertageseinrichtungen in Mannheim sowie eine in Stuttgart an der Qualifizierungsmaßnahme. Das Projekt wird durch eine von der Baden-Württemberg Stiftung beauftragte Institution evaluiert.

 

 


 
 
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