Aktuelle Forschungsprojekte

DFG-Projekt "Entlehnung von Verb-Argument-Struktur vom Altfranzösischen ins Mittelenglische"
In diesem Projekt (BASICS) wird grammatischer Wandel in der Sprachkontaktsituation untersucht, die zwischen dem Englischen und dem Französischen nach der Eroberung Englands durch die Normannen bestand (1066 bis ca. 1500). Der Untersuchungsgegenstand sind Phänomene struktureller Entlehnung und ihre Verbindung zum Lexikon: Es wird angenommen, dass umfangreiche Entlehnung lexikalischer Einheiten mit Prädikat-Argumentstruktur grammatischen Wandel begünstigt und ausgelöst hat. Das Projekt konzentriert sich daher auf die Entlehnung französischer Verben in das Englische und auf die Frage, inwieweit die Argumentstruktur der entlehnten Verben die Grammatik des Englischen beeinflusst hat. Durch die Einbeziehung von lexikalisch-semantischen Theorien, von Ergebnissen aus der Spracherwerbsforschung und des soziolinguistischen Hintergrunds der Kontaktsituation werden neue Einsichten darüber gewonnen, wie strukturelle Entlehnung abläuft und wie interner von kontakt-induziertem Sprachwandel unterschieden werden kann.
Laufzeit: 3 Jahre, Beginn des Projekts: 1. September 2015
Kooperationspartner: Achim Stein, Professor für romanische Sprachwissenschaft, Universität Stuttgart
Mercator Fellow: Richard Ingham, City University Birmingham, UK

DFG und NSF teilfinanziertes Projekt "Phrasale Komposita aus typologischer und theoretischer Perspektive"
Das Projekt untersucht phrasale Komposita und konzentriert sich auf die beiden Aspekte 1.) der Beschreibung von phrasalen Komposita in typologisch unterschiedlichen Sprachen und 2.) die theoretische Modellierung dieser Komposita, um einen Beitrag zur umfassenden Beschreibung, Klassifizierung und Analyse von Komposita im Allgemeinen zu leisten. Da bislang wenige Arbeiten zu Phrasenkomposita und deren Eigenschaften vorliegen und ein sprachübergreifender Austausch zu diesem Thema aussteht, werden beide Aspekte in Kooperation mit Jaklin Kornfilt (University of Syracuse) untersucht, im Zuge von diversen Workshops, in denen u.a. bekannte Arbeiten zu einigen germanischen (deutsch, englisch) und romanischen (italienisch, französisch) Sprachen sowie dem Türkischen und Japanischen diskutiert, und Untersuchungen fhür weitere, gerade auch typologisch diverse Sprachen initiiert werden (z.B. weitere Turksprachen und altaische Sprachen). Zudem geht es um die theoretische Diskussion von verschiedenen morphologischen und syntaktischen Modellen, die dieses Phänomen unterschiedlich analysieren. Aus dieser Diskussion können neue Einsichten in die Erklärungsadäquatheit der verschiedenen Modelle gewonnen werden.
Kooperationspartnerin: Jaklin Kornfilt, Syracuse University, USA

Die erste Stufe des Projekts wurde 2013 von der DFG und der NSF gefördert (1-monatiger Gastaufenthalt der Kooperationspartnerin, Workshop)

Programm des Workshops 2013: Phrasal compounds from a typological and theoretical perspective (Part I)

Programm des Workshops 2015: Phrasal compounds from a typological and theoretical perspective (Part II)

Project "Sprachmischung im englischsprachigen Mittelalter: Historische Dokumente als Prüfstein für moderne Code-Switching Modelle"

Projektbeteiligte: Mareike Keller, Carola Trips, Universität Mannheim

Mehr Informationen zum Projekt

 

 


 
 
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